Vom 01.06 bis zum 08.06 fanden die deutschen Qualifikationsmeisterschaften der Junioren 2019 im Streckenflug in Oerlinghausen statt. Der wohlbekannte Flugplatz liegt direkt am Teutoburgerwald, die Umgebung wurde in vorherigen Mails als „Thermikparadies Senne-Ostwestfalen“ beschrieben, so eingestimmt freuten wir uns auf einige schöne Flugtage bei Hammerwetter.

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Gestartet wurde in Club- und Standardklasse, in der Clubklasse wurde Niedersachsen durch 5 und in der Standardklasse durch einen Piloten vertreten.

Der erste Tag begann mit dem Aufrüsten um 8 Uhr und anschließendem Gridding. Dann wurde gefrühstückt und es ging zum Briefing. Die Tagesaufgabe war als Racingtask deklariert und umfasste 160km, nun das Wetter im „Thermikparadies“ ließ zu wünschen übrig…

Mit schwachen Steigwerten kämpften mein Teampartner Jan Ole und ich uns bei niedriger Arbeitshöhe um die Wendepunkte. Ab der Hälfte der Strecke stieß Joshua zu uns und wir flogen zu 3. weiter. Dank Joshuas Idee die Kraftwerksthermik des AKWs Grohnde zu nutzen konnten wir immerhin auf 1400m steigen und setzten Kurs auf Oerlinghausen. Der Heimweg gestaltete sich allerdings schwierig und wir mussten uns oftmals mit Steigwerten um 0,5m/s zufriedengeben.
Schließlich erreichten wir den Platz mit viel Mühe, dieses Glück hatten nicht alle. 8 der 19 Teilnehmer der Clubklasse mussten vorher ackern, auch die Schnittgeschwindigkeiten von weniger als 60km/h spiegelten das schwache Wetter wieder.

Der 2. Wertungstag begann ähnlich, allerdings gab es an diesem Tag eine AAT mit einer Mindeststrecke von 126km und einer Zeit von 2:30, das Thermikparadies ließ uns allerdings auch an diesem Tag im Stich und er endete damit sich als Weitwurftag zu entpuppen, alle Teilnehmer lagen draußen.

Die folgenden Tage verstrichen ohne Wertung, allerdings mit täglichem Aufrüsten und mindestens 3 geplanten AAT Aufgaben, in dieser Zeit dämmerte uns die Bedeutung von AAT (Aufbauen-Abbauen-Trinken).
Dessen ungeachtet hatten wir unseren Spaß und gingen an einem nahe gelegenen See baden und besuchten einen Tierpark.
Der Freitag sollte dann schließlich der ersehnte 3. Wertungstag werden, es wurde wieder eine AAT geplant mit einer Strecke von mindestens 179km und einer Zeit von 3 Stunden.

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Der Flug begann recht verheißungsvoll mit Wolken und in Vergleich zu den letzten Tagen guten Steigwerten, ich hatte sogar das Glück und konnte vor dem Abflug thermisch in eine Welle, deren Herkunft niemandem richtig klar war, einsteigen. So konnte ich bis auf 1800m MSL steigen, die Basis lag bei lediglich 1000m MSL, allerdings brachte mir dies keinen Vorteil da die maximale Abflughöhe auf 1200m MSL gedeckelt war. Die Euphorie legte sich allerdings recht schnell, als uns klar wurde dass die Anfangs guten Steigwerte recht schnell schwächer wurden und es ähnlich wie an den anderen Tagen verlief.  Schlussendlich lagen wieder alle draußen und die Anhängerrallye begann. Am Samstagabend fand dann die Siegerehrung statt mit anschließender Abschlussfeier.

Für die Niedersachsen reichte es für folgende Platzierungen:

Clubklasse:

4. Sebastian Steffens

5. Joshua Arntz

6. Renate Litzelmann

8. Jan Ole Gödeke

11. Christopher Hanson

Standardklasse:

11. Christian Weidemann

Text: Sebastian Steffens
Fotos: Sebastian Steffens

 

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